In der Rhonezeitung wurde ein Artikel zum Thema Selbsttötungen im Wallis veröffentlicht, in welchem der Verfasser Walter Bellwald das Thema einseitig behandelt. Wir haben uns mit folgender Richtigstellung an den Verfasser gewandt:

Sehr geehrter Herr Bellwald

Mit Bestürzen haben wir ihren kürzlich verfassten Artikel über Selbsttötungen im Wallis zur Kenntnis genommen. Es folgt nun eine Replik der Walliser Sektion der Freidenker:

Sie halten in Ihrem kürzlich verfassten Artikel mit dem wenig einfühlsamen und fehlerhaft generalisierenden Titel “1 Suizid pro Woche im Wallis” fest, dass bis zu 90% aller Selbsttötungen mit psychischen Störungen in Zusammenhang stehen könnten und widmen sich darauffolgend ausschliesslich der Frage der Religionszughörigkeit: Dies lässt den Rückschluss zu, dass Religionslosigkeit mit psychischen Störungen in Verbindung stehen würde.

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Nachdem die SVP in den letzten Wochen mit der Lancierung einer Initiative zur Verbannung von Kopfbedeckungen an Walliser Schulen angefangen hat, haben wir auf die polemisierenden Aussagen der SVP-Exponenten mit einem Leserbrief im Walliser Boten reagiert:

20140411_Pressemitteilung_Kopftuchverbote an Walliser Schulen by Freidenker Wallis/Libre Penseurs Valais

 

Gipfelkreuz auf Berg.Die Frage, wie präsent religiöse Symbole im öffentlichen Raum sein dürfen, bleibt virulent. Unser Präsident Valentin Abgottspon vertrat die Position der FreidenkerInnen in dieser Diskussionsrunde vom 20. März 2014:

 

 

 

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Presseschau Januar/Februar 2014

On 2. März 2014, in Presseschau, by Melanie

In den beiden ersten Monaten des Jahres 2014 stand die Walliser Presselandschaft im Zeichen der eidgenössischen Volksabstimmung vom 9. Febuar, wurde geprägt von einem Homophobie-Skandal durch einen Politischen Funktionär und berichtete von den Entwicklungen rund um die fristlos gekündigte Religions- und Ethiklehrerin. In diesem Zusammenhang soll erwähnt sein, dass keine der etablierten Pressestellen im Wallis eine korrekte Darstellung des Gerichtsurteiles der Beschwerde der Gekündigten veröffentlichte sondern alle sich auf das Zitieren der Mitteilungsüberschrift beschränkten: lediglich auf Infosperber.ch ist nachzulesen, dass die Beschwerde – aus gutem Grund – teilweise gut geheissen wurde: Die Lehrerin wurde fristlos gekündigt statt rechtzeitig – also bevor ihr Kirchenaustritt zu einem Politikum wurde – von den Behörden darüber informiert zu werden dass keine Weiterbeschäftigung vorgesehen ist; ein klares Indiz dafür ist, dass die Entscheidung zur Beendigung der Beschäftigung der Lehrerein von den Behörden erst nach dem Kirchenaustritt getroffen wurde und somit nicht rechtens ist.

Video:

Audio:

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Der Walliser SVP-Grossrat Jean-Luc Addor möchte die Todesstrafe wieder einführen. Und er möchte, dass obligatorisch in jedem Schulzimmer des Kantons ein Kruzifix oder mindestens ein Kreuz hängt. Jetzt fordert er vom Staatsrat, ein Kopfbedeckungsverbot auszuarbeiten.

[…]

Die korrekte und angemessene Antwort auf die (Heraus-)Forderungen und Zumutungen sowie ungebührliches Betragen von religiösen Fundamentalisten kann keine Rückbesinnung auf irgendwelche «judeo-christlichen» Grundwerte sein. Wir brauchen keine Rückbesinnung auf verstaubtes Denken. Unsere Antwort in der säkularen und offenen Gesellschaft ist eine andere: Jene der Menschenrechte.

Die Kolumne von Valentin Abgottspon bei news.ch:

http://www.news.ch/Kreuzritter+fuer+Todesstrafe+Kruzifix+und+gegen+Kopfbedeckungen/618161/detail.htm

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Der Gewinner der goldenen Scheuklappen für das Jahr 2013 wurde auserkoren:

2013 war Max Theler besonders positiv aufgefallen:

Am 24. Januar verliehen wir offiziell unseren Schmähpreis, die goldenen Scheuklappen, an das Bistum Sitten und durften Max Theler zum Gewinn des Walliser Freidenkerpreises beglückwünschen. Er nahm den Preis, eine Statue des Denkers von Rodin dankend und mit den folgenden Worten entgegen: “Wenn man im Besitz einer solchen Figur ist, kommen einem sicher vermehrt gute Gedanken, wie man dieses Tal des Schweigens an das 21. Jahrhundert heranführt.”


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Presseschau November/Dezember 2013

On 8. Januar 2014, in Presseschau, by Melanie

In den beiden vergangenen Monaten war die Walliser Medienlandschaft in Themen mit Bezug auf Staat und Kirche im Wallis wenig aktiv. Insbesondere der Fall einer gekündigten Lehrerin und die statistische Zunahme von konfessionsfreien Personen im Wallis wurden thematisiert:

Wir bedauern es, dass die Zunahme von Atheisten als “schlechte Nachricht” kommuniziert wurde. Gerne hätten wir uns ebenfalls zu diesem Thema geäussert, wurden jedoch nicht angefragt.

Wir möchten festhalten, dass es im Wallis keine Möglichkeit gibt, im Vorneherein keine Kirchensteuer zu bezahlen: Der Beitrag an die Kirchen muss zuerst mit den gesamten Kantons- und Gemeindesteuern bezahlt und kann lediglich von der Gemeinde zurückgefordert werden.

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